Zufall vs. Absicht

DIE KONTROVERSE:

Der Grüne Strahl – Zufall oder Absicht?

 

Unten findet sich auszugsweise wiedergegeben eine tabellarische Auflistung zur öffentlichen Diskussion über die Erscheinung des Grünen Strahls seit seiner Entdeckung 1971 durch den Straßburger Vermessungsingenieur Maurice Rosart.

 

Obgleich kunsthistorische Studien im Französischen als auch im Deutschen zur Einordnung des Lichtstrahls im Münsterinneren beigetragen haben, stagniert immer noch eine ernsthafte Betrachtung und Erforschung des »Grünen Strahls« nach wie vor in der Frage, ob nun ein Zufall oder eine Absicht hinter der Lichterscheinung steht?

 

Diese Kontroverse bildet sich besonders deutlich in der jährlichen Berichterstattung und Medienpräsenz ab. Als »Ankündiger« des Frühjahres verliert der Grüne Strahl dabei keineswegs seinen hohen Sympathiewert, was auch jährlich steigende Besucherzahlen im Straßburger Liebfrauenmünster zeigen.

Die »Ent­deckung« des Grünen Strahls erlangte öffentliches Interesse. Die Reaktion der Amtskirche blieben verhalten: Der Lichtstrahl wurde anfänglich ignoriert und dann offiziell als »Zufall« eingestuft.

 

 

 

 

»L‘Alsace« zitiert am 25. März 1990 den Erzpriester der Kathedrale Pater Hassler: »Der Grüne Strahl existiert nicht, ich habe ihn nie gesehen.«

Der Protest einer Straßburger Bürgerinitiative bewirkt, dass das grüne Glas wieder freigegeben werden musste. Von offizieller Seite gab es hierzu nie eine Stellungnahme.

 

 

 

Herr Maurice Rosart antwortet hierauf ausführlich (siehe hier).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Man muss anerkennen, dass das schön ist. Wenn das die Leute in die Kathedrale lockt, warum nicht? Aber man darf deswegen keine Rückschlüsse auf irgendein mittelalterliches esoterisches Denken ziehen, zumal das Kirchenfenster aus dem Jahr 1876 stammt.« so der  Generalsekretär der Erzdiözese Bernard Xibaut (Strasbourg, AFP, Le rayon vert de la cathédrale a de nouveau fait le printemps, 21.03.2005)

 

 

 

»Das Problem sei das Buch, nicht der Strahl«, zitiert die Mittelbadische Presse einen offiziellen Vertreter der Münsterverwaltung am 02.11.2011.

Ein bemerkenswerter Zwischenfall im Straßburger Münster hat ein zeitweiliges Hausverbot für Maurice Rosart im Straßburger Münster zur Folge.

 

 

 

Zur Sonnen­finsternis 2015 kündigt Maurice Rosart den Mondschatten im Lichtfleck des Grünen Strahls an und erfährt ein großes Medieninteresse.

 

 

 

 

1971 erkannte Maurice Rosart erstmals den Grünen Strahl als Lichtfleck auf der Kanzel im Inneren der Kathedrale.

 

Ab 1982 hält er hierzu Vorträge und 1988 erscheint sein Buch »Une cathédrale se devoile«.

 

 

 

Am 21. März 1990 bleibt die Erscheinung des Grünen Strahls plötzlich aus.

Der Grund:

Man hat das grüne Glas, das den Lichtstrahl erzeugt, einfach abgedeckt.

 

 

 

 

 

 

 

2000 bezieht die Glasexpertin und Kunsthistorikerin Frau Dr. Simone Schultz im Sainte Odile Almanac Stellung zum Grünen Strahl: Theologen und Kunsthistoriker seien sich einig darüber, dass der Grüne Strahl entgegen der landläufigen Meinung neueren Datums sei …

 

 

 

 

2005 Auf Unterstützung seitens der Amtskirche in Bezug auf den Grünen Lichtstrahl konnte Maurice Rosart nicht zählen …

(Hier findet sich seine persönliche Chronologie.)

 

Immer wieder ist von offizieller Seite zu hören, dass durch »Putzarbeiten« oder »undokumentierten Reparaturarbeiten« der Grüne Strahl verursacht worden sei …

 

 

 

 

 

2011 Vielleicht stellt einfach die Ausgangsüberlegung von Maurice Rosart, dass eine Notre-Dame-Kathedrale eine Kathedrale aus »Fleisch und Blut« sein müsse (also eine »Frau«) das Problem mit der Amtskirche dar, wie er es in seinem Buch »Une cathédrale se devoile« erläutert?

 

 

 

 

 

2015 Zum 1.000jährigen Jubiläum des Liebfrauen­münsters findet der Grüne Strahl keine besondere Erwähnung – immerhin findet Maurice Rosart Erwähnung auf der Münster-Milleniumsseite …

 

 

Heute kann von offizieller Seite immerhin vernommen werden, dass der »Grüne Strahl« in der Tat physikalisch kein Zufall sein könne, weil er 1876 handwerklich installiert worden sein muss (wie durch Maurice Rosart nachgewiesen), aber die Art wie der Lichtstrahl auf die Kanzel trifft sei von »zufälliger Natur« …

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